Eine Mikropause dauert 30 bis 90 Sekunden und kann wie ein stilles Türchen wirken, durch das du von Reizüberflutung in Präsenz trittst. Senke den Blick, löse die Kiefermuskeln, spüre die Fußsohlen. Benenne innerlich: „Stopp, ich lasse Tempo los.“ Wiederhole drei Atemzüge. Notiere kurz eine nächste, machbare Handlung. So entsteht Platz zwischen Impuls und Reaktion, der sofort in klarere Entscheidungen und freundlichere Begegnungen mündet.
Die Ausatmung ist dein eingebauter Bremsschirm. Atme durch die Nase ein, zähle vier, halte sanft zwei, atme durch den Mund sechs bis acht aus. Wiederhole wenige Runden, bis Schultern sinken und der Bauch weich wird. Stelle dir vor, du pustest Kerzen auf einem Geburtstagskuchen aus und erlaubst dir, langsamer zu werden. Diese einfache Technik senkt Nervosität spürbar, ohne Aufmerksamkeit anderer zu wecken.
Wenn der Kopf Katastrophen malt, frage: „Was weiß ich sicher, und was ist nur Vermutung?“ Danach: „Worauf habe ich Einfluss innerhalb der nächsten zehn Minuten?“ Schreibe drei Mini-Schritte auf, setze den ersten sofort um. Durch diese Neubewertung verschiebst du Energie vom Grübeln ins Handeln. Du wirst nicht gefühllos, sondern handlungsfähig. Besonders unterwegs verhindert dies, dass ein kleiner Störfaktor den ganzen Tag bestimmt.

Intensive Gefühle klingen oft in etwa einer Minute ab, wenn du sie nicht weiter anfeuerst. Stell dir die Emotion als Welle vor: spüren, benennen, atmen, nicht füttern. Nach 90 Sekunden triffst du eine kleine, gute Entscheidung. So respektierst du Empfindungen, ohne ihnen das Steuer zu überlassen. Diese Praxis senkt Eskalationen, besonders in Konflikten oder Zeitdruckmomenten zwischen Stationen.

Trage eine kleine Flasche und plane bewusste Schluckpausen. Kombiniere Wasser mit salzigen Nüssen, Obst oder einem Riegel mit klaren Zutaten. Stabiler Blutzucker schützt Konzentration und Laune. Vermeide endlose Kaffee‑Ketten; tausche hin und wieder eine Tasse gegen Wasser. Diese schlichten Gewohnheiten stärken Körper und Geist, sodass deine anderen Strategien leichter greifen und nicht durch Dehydration unterlaufen werden.

Ein kurzer Nap von zehn bis zwanzig Minuten kann Wunder wirken. Nutze eine Mütze als Augenabdeckung, stelle einen sanften Wecker, gib dem Körper ein klares Ende‑Signal, etwa drei Streckbewegungen. Wenn Schlaf nicht möglich ist, schließe nur die Augen und verlängere Ausatmungen. Auch das lädt Energie nach. Kleine, geplante Ruheinseln verhindern Abstürze und erhöhen Verlässlichkeit deiner Leistung.
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